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Die Geschichte dieses Reichsinstitutes war bis vor kurzem verschwiegen und verdrängt. Selbst das Faktum, daß es am 19. Juli 1937 in München – der „Hauptstadt der Bewegung“ und der „Hauptstadt der Deutschen Kunst“ – eröffnet wurde, ist heute vergessen. Dies ist verwunderlich, wurde es doch am selben Tag wie die Ausstellung „Entartete Kunst“ eröffnet. Der aufregende Fund aller Akten des „Dritten Reichs“ des Doerner-Institutes im Jahr 2005 sowie weiterer Dokumente aus jüngst übernommenen Nachlässen erlaubten nun die minutiöse Rekonstruktion der Historie des Instituts und der zentralen Rolle seines Gründungsvaters Max Doerner. In dem im April 2016 erschienenen Buch „Der Kampf um die Kunst. Max Doerner und sein Reichsinstitut für Maltechnik“ entsteht erstmals ein packender Einblick in den Mikrokosmos einer singulären Einrichtung, die der Reichskammer der bildenden Künste, der Reichskulturkammer und somit dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unterstellt war.