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Als d'Alencé im Jahr 1707 das Prinzip der Messung des Wassergehaltes in der Luft mittels eines Putto, einer Waage und eines Strohballens illustrierte, wird er kaum daran gedacht haben, daß sein Putto mitten im Streit um die "richtigen Klimawerte" in Museen und im Leihverkehr einst symbolische Wirkung entfalten könnte. In diesem Streit, der heute Museumsverantwortliche weltweit entzweit, stellt sich die Frage, wohin sich die Waage neigen wird. Hierzu will das Doerner Institut Position beziehen!

Hygroskopische Materialien, darunter solche wie Holz, Papier oder Pergament, aus denen seit Jahrtausenden Kunst- und Kulturgut geschaffen wird, reagieren auf Änderungen des Wassergehaltes der Luft durch Quellen und Schwinden. Dies ist nicht nur mit einer Volumenänderung hygroskopischer Materialien verbunden, sondern führt in ungünstigen Fällen auch zu irreversiblen Verformungen, zum Reissen von Leinwänden, zu Rißbildungen auf Skulpturen, zum Aufgehen von Leimfugen oder zur Verwellung von Zeichnungen oder Druckgraphik. Hält man die sogenannte "relative Feuchte" wie auch