logo

Auch wenn nur mit wenigen Beispielen in den reichen Beständen der Pinakotheken vertreten, beteiligt sich das Doerner Institut mit Pigment- und Bindemittelanalysen schon seit vielen Jahren an der kunsttechnologischen und maltechnischen Erforschung von Hinterglasmalerei. Standen bislang mittelalterliche oder frühneuzeitliche Arbeiten im Mittelpunkt, weitet sich der Blick nun dank einer durch die VolkswagenStiftung finanzierten Forschungsinitiative auf die Klassische Moderne. Dabei ist es nicht nur die seltene und ungewöhnliche Technik der Hinterglasmalerei, die eine kunsttechnologische Auseinandersetzung lohnt, sondern es sind vor allem massive Erhaltungsprobleme, die zum Handeln zwingen.

An dieser Stelle müssen eine Offenheit für die Probleme der Hinterglasmalerei, Kennerschaft, Quellenschriften, erreichbare Bestände, exzellente Analytik und die restauratorische Praxis in einem interdisziplinären Verbundprojekt zusammenlaufen: Seit 2015 kooperieren deshalb das Stadtmuseum Penzberg, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin, die freiberufliche Restauratorin Simone Bretz in Garmisch-Partenkirchen und das Doerner Institut.