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Während der Klimawandel und die Auswirkungen auf Ökosysteme, Lebensräume und Weltwirtschaft seit längerer Zeit erforscht werden, ist über den Einfluss der sich verändernden Umweltbedingungen auf das Weltkulturerbe wenig bekannt. Das Doerner Institut beteiligt sich deshalb seit November 2009 an dem großen Forschungsprojekt Climate for Culture, das sowohl die Auswirkung des prognostizierten Klimawandels als auch kontinuierlich steigende Touristenströme auf Weltkulturerbestätten, Museen und Baudenkmäler zum Thema haben wird. Das Projekt mit 30 Partnern in der EU und in Nordafrika wird mit über 5 Millionen Euro innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union gefördert.

In den kommenden fünf Jahren werden Klimaforscher, Physiker, Architekten, Restauratoren, Ökonomen und weitere Wissenschaftler aus Europa und Nordafrika die Standortbedingungen an zahlreichen historischen Stätten untersuchen. Hochauflösende Modelle der Klimaforscher, die mit Computerprogrammen zur Gebäudesimulation verknüpft werden, versprechen aussagekräftige Informationen zum Schädigungspotential verschiedener Umweltparameter. Auf diese Weise sollen künftige Problemfelder frühzeitig erkannt und Strategien zum nachhaltigen Erhalt des Weltkulturerbes erarbeitet werden.