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Kann die kunsthistorische Auseinandersetzung mit Altkölner Tafelbildern zwischenzeitlich auf eine fast zweihundertjährige, fruchtbare Geschichte zurückblicken, blieb eine kunsttechnologische Auseinandersetzung bis heute äußerst fragmentarisch. Dabei waren die Voraussetzungen hierfür günstig: Die beiden genannten Museen in Köln und München besitzen zusammen rund 450 Tafeln spätmittelalterlicher Kölner Malerei und damit rund 75% des weltweit bekannten Bestandes. Seitens der Alten Pinakothek und des Doerner Institutes berücksichtigte das Projekt in besonderem Maße auch den sogenannten Heisterbacher Altar aus der Staatsgalerie in der Residenz Bamberg sowie einzelne Meisterwerke im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Der von den Projektpartnern gemeinsam verfolgte Forschungsansatz bestand in der Erforschung, Rekonstruktion und Bewertung der einzelnen Phasen des Werkprozesses sowie ihrer Materialien und Techniken. Die Untersuchungsergebnisse geben dabei Aufschlüsse über die Werkstattorganisation der in dieser Zeit tätigen und zum Teil stilistisch eng verwandten Meister.