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Seit 2014 befaßt sich das Doerner Institut im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt „Inkarnat und Signifikanz – Das menschliche Abbild in der Tafelmalerei von 200 bis 1250 im Mittelmeerraum (ISIMAT)“ mit Inkarnatschichten. Erscheint diese Thematik auf den ersten Blick randständig, umschreibt der genannte Zeitraum von 200 bis 1250 nach Christus die Ausformung des Tafelbildes. Dieses prägt unser Verständnis von Malerei bis heute, wobei die Darstellung des Menschen und damit die Hautfarbe des Menschen, das Inkarnat, zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört. Doch wie wurde Inkarnat dargestellt? Mit dieser Frage werden die technischen Voraussetzungen, Bedingungen und Parameter der Entstehung des Tafelbildes und seiner weiteren Entwicklung Gegenstand des interdisziplinären Verbundprojektes ISIMAT. In ihm durchleuchten Kunsthistoriker wie Kunsttechnologen, Quellenkundler wie Naturwissenschaftler über 1.000 Jahre der Entwicklung der Tafelmalerei. Hierzu werden repräsentative Beispiele aus Antike, Früh- und Hochmittelalter in deutschen Museen, aus Kirchen in Rom und Florenz sowie im Katharinenkloster auf dem Sinai mit modernsten Verfahren untersucht.