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Zur Differenzierung der unterschiedlichen Wachsarten, wie z. B. Bienen-, Carnauba-, Montan- und Japanwachs (letzteres chemisch eigentlich ein Fett und kein Wachs), ist eine komplexe Bindemittelanalytik erforderlich. Die Gaschromatographie / Massenspektrometrie in Kombination mit einer stufenweisen Lösemittelextraktion belegt, dass für die Herstellung der Moulagen relativ komplexe Mischungen verschiedener Wachse, Harze und Fette verwendet wurden. Die Analyse der anorganischen Pigmente und Füllstoffe wird im Labor des Studiengangs Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut der Hochschule für Bildende Künste Dresden durchgeführt.

Durch die genaue Kenntnis um die Zusammensetzung der Wachsmassen konnten die vielfältigen, beobachteten Schadensbilder genauer erklärt werden. Dies wird sich als hilfreich erweisen: Zentrales Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines innovativen Verfahrens zur Konservierung und Restaurierung der heute noch in vielen europäischen Museen und Universitätssammlungen vorhandenen kultur- und medizinhistorisch wertvollen Moulagenbestände. Das Verfahren soll exemplarisch am Bestand des Deutschen Hygiene-Museums Dresden umgesetzt